Archiv der Kategorie: WORKSHOPS

Die Lizenz-Workshops bieten an, die Grundlagen für die Einschätzung der individuellen Lizenz-Situation zu legen. Anhand von typischen Situationen und/oder konkreten Fragestellungen kann eine erste Einschätzung erstellt werden.

Individueller Lizenz-Workshop

Der Individuelle Lizenz-Workshop ist eine kundenspezifische Leistung und dient allein dem Kunden zur Orientierung in einer konkreten Lizenz-Situation. Niemand Drittes erhält Kenntnis von diesem Workshop oder den Inhalten.

Vorbereitend wird der Geltungsbereich des Workshops festgelegt. Dabei geht es um die mit dem betreffenden Unternehmen verbundenen Firmen und um eine Abgrenzung bezüglich Softwarehersteller und Softwareprodukte.

Ebenfalls vorab werden seitens des Kunden bestimmte technische und infrastrukturelle Informationen per Checkliste erhoben. Das sind unter anderem Fragen nach der verwendeten Virtualisierungstechnologie, einem Mengengerüst, externe Zugriffe oder Verwendung von Datenbank-Software.

Im Workshop selbst werden die vorab erhobenen Informationen kurz dargestellt, um ein gemeinsames Verständnis der zu betrachtenden Umgebung herzustellen.
Dann wird sowohl durch die erworbenen als auch durch die möglicherweise zukünftig zur Anwendung kommenden Lizenzprogramme geführt. Die relevanten Produktlizenzierungen werden ebenfalls dargestellt. Damit wird den Teilnehmern deutlich, welche regulären Nutzungsrechte und Sondervergünstigungen in dieser Situation anwendbar sind.

Mit den oben genannten Informationen kann nun eine erste Einschätzung gemacht werden, in welchen Bereichen eine Unterlizenzierung, eine Überlizenzierung oder gar Falschlizenzierung zu vermuten ist.

Als weiterer Themenbereich werden die Beschaffung, die Softwareverteilungsmechanismen, die Hard- und Softwareinventursysteme und die Verwaltungsabläufe betrachtet. Anhand von 10 Kernkompetenzen aus der ISO 19770-1 kann ein Überblick geschaffen werden, welche Qualitäten der Prozess Software Asset Management bei der betreffenden Firma aufweist.

Zusätzlich wird nun betrachtet, wo es Optimierungsmöglichkeiten in der kurz-, mittel- und langfristigen Planung für den Einsatz von lizenzierter Software geben kann. Dabei geht es zum Beispiel um Promotions, den Wechsel des Lizenzprogramms, den Einsatz von Bundles und Suiten, den Softwareaktualisierungszyklus, die erweiterten Einsatzmöglichkeiten von Software und einiges andere mehr.

Abschließend werden die möglichen konkreten Aktivitäten im Bereich Lizenz-Management gemeinsam bewertet und priorisiert.

Nach der Veranstaltung erhält der Kunde ein Ergebnisprotokoll, welches die Inhalte der vorbereitenden Aktivitäten und die des Workshops selbst strukturiert aufbereitet.

Offener Lizenz-Workshop

Der Offene Lizenz-Workshop dient den Teilnehmern als unverbindliche Vorab-Überprüfung der eigenen Lizenz-Situation. Der Workshop führt durch die Grundzüge der Lizenzprogramme und der Produktlizenzierung. Anhand dieser Inhalte und jedem Teilnehmer ausgehändigter Checklisten können die ersten Anstöße für einen internen Lizenz-Abgleich gegeben werden. Die ausgefüllten Unterlagen verbleiben ausschließlich beim Teilnehmer. Der Workshop ist so angelegt, dass niemand gedrängt oder gebeten wird, seine spezifischen Fragen allen anderen Teilnehmern zur Kenntnis zu geben.

Lizenz-Programme im Detail

Die entscheidende Frage, die es zunächst zu beantworten gilt, ist die nach dem spezifischen Lizenzprogramm innerhalb dessen das jeweilige Produkt erworben worden ist. Danach kann bestimmt werden, welche Nutzungsrechte und Einsatzszenarien vertragskonform abgedeckt sind.

  • OEM-Lizenz (OEM = Original Equipment Manufacturer) und SB-Lizenz (SB = System-Builder).
  • Diese Software wird zusammen mit Hardware geliefert und bleibt mit dieser auf Dauer verbunden.
  • FPP-Lizenz (FPP = Full Packed Product) und PKC-Lizenz (PKC = Product Key Card).

Diese Lizenzen werden einzeln in separaten Umverpackungen erworben und können als vollständige Verpackungseinheit weiter veräußert werden.

Volumen-Lizenzen sind Rahmenverträge innerhalb derer verschiedene Bestellungen getätigt werden können. Gegenüber den Einzelplatzlizenzen (OEM, System Builder, FPP) bieten die Volumenlizenzen ein entscheidendes Mehr an Nutzungsrechten. Dazu gehören neben Sonderrechten, wie unter anderem Remotezugriffsoption oder erweiterte Downgrade-Rechte, auch ein vereinfachter, transparenter Bestellprozess, Finanzierungsoptionen, Budgetsicherheit und ein zentralisiertes Software- und Lizenzmanagement.

Neben den oben genannten Lizenz-Programmen, sind für besondere Einsatzgebiete weitere Lizenz-Programme zu beachten: Die SPLA-Lizenz (SPLA = Service Provider License Agreement) deckt das Vermieten kompletter IT-Infrastrukturen ab; für Universitäten und Schulen gibt es besondere Möglichkeiten; Behörden können einem vom Bundesministerium des Innern (BMI) ausgehandelten Vertrag beitreten; gemeinnützige Organisationen können von einigen Software-Herstellern erhebliche Rabatte in Anspruch nehmen und es gibt noch einige weitere Lizenz-Verträge, die in diesem Workshop eine Rolle spielen könnten.

Zukünftig werden Online-Abonnements einen größeren Marktanteil erreichen. Diese Lizenzformen unterliegen in den Kernpunkten anderen Regelungen als den oben genannten Lizenz-Programmen und können jedoch technisch und vertraglich mit den bisherigen Vor-Ort-Lizenzen verknüpft werden.

Produkt-Lizenzierung im Detail

Es gibt zehn unterschiedliche Lizenzmodelle, die beim Erwerb lizenzierter Produkte im Rahmen der Volumenlizenzierung verwendet werden können: Desktop-Anwendungen, Desktop-Betriebssysteme, Server: Prozessor/CAL, Server: Server/CAL, Server: Pro Prozessor, Server: Pro Core, Management Server, Spezialserver, Entwicklertools und Onlinedienste.

Welche Produkte welchen Produkt-Lizenzierungen unterliegen wird im Workshop detailliert geklärt, so dass jeder Teilnehmer die eigene Lizenz-Situation einschätzen kann.