SOFTWARE ASSET MANAGEMENT – SAM

I Lizenz-Vortrag

Der Lizenz-Vortrag gibt eine breite Zusammenfassung des komplexen Themas Software-Lizenzen wieder. Spannend und sachgerecht werden die interessanten Schwerpunkte beleuchtet. Die Zuhörer erfahren von einem unabhängigen Experten Grundlegendes und bekommen die Lizenz-Neuigkeiten aus der Industrie geliefert.

Was sind die rechtlichen Grundlagen?

Natürlich ist das Urheberrechtschutzgesetz dabei; aber auch das Bürgerliche Gesetzbuch, das Strafgesetzbuch, die Bilanzrichtlinien und das Umsatzsteuergesetz. Warum das so ist und welche Auswirkungen das auf die tagtägliche Praxis im IT-Betrieb hat, wird den Zuhörern deutlich.

Wer ist verantwortlich?

Die Verantwortlichkeiten sind weit gestreut, das kann der Geschäftsführer, der ganz normale Anwender, der IT-Administrator oder der IT-Leiter sein, die bestimmte Verantwortlichkeiten inne haben auch ohne, dass den Beteiligten dieser Umstand hätte bekannt gemacht werden müssen.

Wo liegen die typischen Fallstricke und weniger bekannte Goodies?

Ein wichtiges Beispiel sind die mit den verschiedenen Lizenzmodellen verknüpften Nutzungsrechte. Die Software-Hersteller bieten für dasselbe Produkt unterschiedliche Nutzungsrechte an, je nachdem ob das Produkt als Karton im Laden (FPP / PKC), zusammen mit einer Hardware (OEM / SB) oder mit Rahmenverträgen (Volumenlizenzverträge) erworben worden ist. Einige der weniger bekannten Goodies werden eingehend dargelegt. Mit dem richtigen Vertrag kann z. B. ein Nutzer kostenfrei eine weitere Lizenz von Office auf einem tragbaren Gerät nutzen, wenn derselbe Nutzer hauptsächlich ein stationäres Gerät mit Office hauptsächlich nutzt.

Good Practices im Lizenz-Management

Es gibt bestimmte Grundpflichten im Lizenz-Management, die schnell erläutert und umgesetzt sind. Diese Grundpflichten ergeben sich aus den verschiedenen Lizenzverträgen oder aus rechtlichen Vorschriften. Auch hier können mit kleinen Maßnahmen erhebliche Beträge gespart werden, wenn es zum Beispiel darum geht, welche Lizenzbestandteile aufbewahrt werden müssen, um vertragskonform Software weiterverkaufen zu können.

Welche Taktik ist die beste gegenüber den Software-Herstellern?

Es gibt in der Regel zwei Gelegenheiten bei denen Kunden sich taktisch aufstellen sollten. Zum einen ist das die Phase des Lizenz-Erwerbs oder der Vertragsverlängerung. Zum anderen ist das ein Anschreiben zur Anfertigung einer Selbstauskunft oder die Ankündigung eines Lizenz-Audits.

Beim Kauf ist es unter anderem wichtig zu wissen, welche regulären Vertriebsanreize der Hersteller bietet. Genauso interessant ist es, die Struktur und zeitliche Abfolge der Sonderangebote (Promotions) zu analysieren.

Bei der Überprüfung seitens der Hersteller bewährt sich, eine vertrauensvolle und offene Kommunikation anzustreben. Die Informationslage über den betroffenen Kunden beim Software-Hersteller ist meist schwer einzuschätzen und „optimierte“ interne Sachlagen auf Dauer und in jedem Detail konsistent zu halten, gelingt nach unserer Erfahrung nicht.


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